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Arbeitsgemeinschaft für Höhlenforschung
Bad Cannstatt e.V. |
Forschungsgebiet Untersberg
Der Untersberg ist der nördlichste Ausläufer der Berchtesgadener Alpen. Er ist besonders durch seinen Sagenreichtum bekannt. So hausen in seinem Inneren die Untersbergmännle sowie Karl der Große mit seinem ganzen Hofstaat. Schreckliche und wunderbare Geschehnisse wissen die Sagen zu berichten. |
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Der nördliche Teil gehört zu Österreich, der südliche zu Deutschland. Die Höhen des Untersberg sind von Karrenfeldern bedeckt. Er ist der höhlenreichste Berg der Berchtesgadener Alpen. Mehr als 100 Höhlen wurden bereits erforscht. Mit die bekannteste Höhle ist die Schellenberger Eishöhle (seit 1925 Schauhöhle) und die von der Arbeitsgemeinschaft Bad Cannstatt erforschte Riesending-Schachthöhle, die tiefste und längste Höhle Deutschlands. |
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GipfelBerchtesgadener Hochthron, 1973m |
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Hütten und StützpunkteZeppezauerhaus, 1668m |
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Störhaus |
Von St. Leonhard bei Grödig aus, kann mit der Untersbergseilbahn (Kabinenseilbahn) auf das Geiereck gefahren werden. Eine Wanderung zum Stöhrhaus mit Abstieg nach Maria Gern ist eine tagesfüllende Unternehmung. |
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Geologischer Aufbau unseres Forschungsgebietes Untersberg |
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Der Untersberg gehört zu den Nördlichen Kalkalpen und thront als isolierter Plateauberg den Berchtesgadener Alpen etwas vorgelagert über der Stadt Salzburg. Sein höchster Gipfel ist der Berchtesgadener Hochthron (1.972m), das voll verkarstete Plateau erstreckt sich auf einer Fläche von ca. elf Quadratkilometern zwischen 1.500m und 1.900m Seehöhe. |
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Die Entwässerung erfolgt nahezu vollständig unterirdisch. Hauptwasseraustritt ist die in 600m Höhe gelegene Fürstenbrunner Quellhöhle am nördlichen Wandfuß des Karstplateaus. Die maximale Reliefenergie des Gebirgsstockes beträgt 1.527 Meter (Karstwasserkörper bei Gröding 446m - Berchtesgadener Hochthron 1.972m). Bislang konnten Höhlenforscher jedoch erst in wenigen Höhlen bis in Tiefen jenseits 500m vordringen. Grund hierfür ist der geologische Bau des Berges: Über einem Sockel aus Ramsaudolomit (Hauptdolomit) folgen geringmächtige Raibler Schichten (Mergel und tonige Sandsteine), dann Dachsteindolomit, der erst in ca. 1.300m Höhe in den sehr gut verkarstungsfähigen Dachsteinkalk übergeht |
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Dolomit und überlagernder Dachsteinkalk bilden das wichtigste Baumaterial des Untersberges. |
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Nach Süden und Osten bricht der Dachsteinkalk mit bis zu 400m hohen Wandfluchten ins Tal ab, das Schichtfallen ist nach Nordwesten gerichtet, wo die Mächtigkeit des Kalkes noch zunimmt. Die Raibler Schichten sind in mehreren Höhlen aufgeschlossen und scheinen als Wasserstauer einen wesentlichen Einfluss auf die Raumbildung zu haben. Der unterlagernde Ramsaudolomit gilt allgemein als schlecht verkarstungsfähig. Da jedoch ein Großteil des Riesendings in dieser geologischen Einheit liegt, müssen neben den lithologischen Rahmenbedingungen auch die tektonischen Gegebenheiten am Untersberg genauer untersucht werden. Für die im Fall des Riesendings tief in den Gebirgsstock hinabreichende Höhlenbildung sind vorrangig die SO-NW streichenden Kluftsysteme verantwortlich. |
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Der Untersberg wird von NW/SO streichenden Verwerfungen durchzogen. Sie beeinflussen die Höhlenentstehung maßgeblich. |
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Während der Eiszeiten wurde die Hochfläche des Untersberges von einem Plateaugletscher bedeckt, der dort eine sanfte Kuppenlandschaft und an dessen Nordabfall steile Trogtäler hinterließ. Inwiefern die Entstehung einzelner Höhlenstockwerke im Riesending mit der eiszeitlich bedingten Tieferlegung der Vorfluter in Bezug gesetzt werden kann, soll ebenfalls Ziel der Forschungsbemühungen sein. |
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Seit 1981 erforscht die ARGE Bad Cannstatt |
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| Weitere Informationen: | |
| Der Untersberg - Berchtesgadener Hochthron (kmz-Datei) in Google Earth | |
| Der Untersberg auf Wikipedia.de | |





