Karstformen: Endokarst (unterirdischer Karst) |
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Herkunft des Wassers im Endokarst |
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| Die Durchlässigkeit des Kalkgesteins wird von der Porosität
sowie von der Lage und Anzahl der Schichtfugen und Klüfte bestimmt. Die verschiedenen Wässer vermischen sich und sammeln sich in der phreatischen Zone oder sie fließen auf wasserunduchlässigen Schichten Karstquellen zu. |
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| Die phreatische Zone ist eine dauerhaft von Wasser erfüllte Grundwasserzone, die man sich wie einen großen unterirdischen Schwamm vorstellen kann. | |
Seichter und tiefer Karst |
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| Beim seichten Karst werden Wässer direkt auf wasserundurchlässigen Schichten zu Karstquellen abgeführt. Meist besteht der Karstwasserkörper jedoch aus einer Mischform von tiefem und seichtem Karst. Dort sammelt sich das Wasser in der phreatischen Zone, und nur das "überlaufende" Wasser wird zum Vorfluter abgeführt. | |
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Karstquellen |
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Hungerbrunnen |
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| Hungerbrunnen sind Quellen, die nur in besonders niederschlagsreichen Jahren Wasser führen. Der Vorfluter kann das viele Wasser nicht mehr so schnell abführen und staut den Karstwasserspiegel an. Das Wasser sucht sich nun den Weg durch Bereiche, die eigentlich schon längst trocken liegen. Der Name Hungerbrunnen erklärt sich dadurch, daß in solchen Jahren durch den vielen Regen keine Ernte eingebracht werden konnte und die Leute Hunger leiden mußten. | |
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| Blaubrunnen im Lautertal nahe der Hohen Gießel (GK R3538249, H5349082) (März 2007) |
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Quelltöpfe |
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Es handelt sich hierbei um Quellen mit starker Wasserführung. Die Quellhöhlen wurden zumeist während der letzten Eiszeit "zugeschottert" und konnten sich nur aufgrund der starken Wasserführung wieder einen Weg ans Tageslicht bahnen. Als Beispiele sind hier der Aachtopf und der Blautopf zu nennen.
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Der Aachtopf ist die größte Karstquelle Deutschlands: |
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Das größte Teil des Wasser der Karstquelle stammt aus der Donauversickerung |
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| Ein "Gumpen" bei einem Bauernhaus neben dem Aachtopf. | |
| Hier entspringt die Radolfzeller Aach, die nach 32 Kilometern in den Bodensee mündet. | |
| Der Achtopf am 12.11.2002. Die Tage zuvor hatte es stark geregnet. | |
Der Blautopf: |
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| Der Name Blautopf kommt durch die blaugrüne Färbung des Quelltrichters. Dies ist ein rein physikalisches Phänomen, da ab einer bestimmten Wassertiefe alle Farben bis auf die Blau- und Grüntöne "ausgefiltert" werden. Ansonsten hat der Blautopf, besonders bei Hochwasser eher eine braune Farbe, die durch mitgeführte Schwebeteilchen verursacht wird. | |
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| Am 4.11.1985 entdeckte der Höhlentaucher Jochen Hasenmayer nach 1250 m in der Blautopfquellhöhle eine lufterfüllte Halle, die er "Mörike-Dom" nannte. Der "Mörike-Dom" ist einer der größten Hohlräume der Schwäbischen Alb. Die Wasserschüttung des Blautopfes reicht von 310 l/s bis 32000 l/s ! | |
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| Historische Hammerschmiede am Blautopf |







