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Literatur

 

Belletristik: Romane, Kinder- und Jugendbücher, ...



Gross, Rainer (2007): Grafeneck. München: Goldmann Verlag

"Buch
Ich weiß von nichts. Hier in Buttenhausen ist kaum etwas passiert. Nazis haben wir keine gehabt, und die Juden waren schon weg. « Es gibt Verbrechen, die nie verjähren. Auch nicht am Ende der Welt, in einem Dorf auf der Schwäbischen Alb. Hermann Mauser ist Anfang sechzig, seit dreißig Jahren Grundschullehrer in der kleinen schwäbischen Ortschaft Buttenhausen. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Heimat- und Höhlenforscher, und auf einem seiner Ausflüge entdeckt er in einem abgelegenen Teil der Lehmkammerhöhle einen mumifizierten Toten. Der Mann wurde offensichtlich durch einen Kopfschuß ermordet, und sein Anzug stammt von einem Hersteller, der den Betrieb bereits vor über fünfzig Jahren eingestellt hat. Mauser findet auch die Tatwaffe: eine alte P 04 -- eine Waffe, die Mauser von seinem Vater geerbt hat und die er zu Hause aufbewahrt. Nachdem Mauser den Fund der Leiche dem örtlichen Polizisten gemeldet hat, beginnt Kommissar Greving aus Reutlingen mit der offiziellen Untersuchung. Doch auch Hermann Mauser kann die Finger nach wie vor nicht von dem Fall lassen, denn dieser geheimnisvolle Tote hat eindeutig etwas mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun: mit seinem Vater, der vor, während und nach dem Dritten Reich Polizist in Buttenhausen war; mit einer behinderten Schwester Mutz, die im Rahmen des Euthanasieprogramms in Grafeneck ermordet wurde; mit seiner Mutter, die mit der Trauer über all das Schreckliche nicht mehr leben konnte. Mauser selbst war, als all das passierte, erst acht Jahre alt und hat vieles verdrängt und vergessen. Nun finden Hermann Mauser und Kommissar Greving Schritt für Schritt, gemeinsam und im Alleingang, mühsam heraus, was sich damals abspielte, wer der mumifizierte Tote überhaupt ist und warum er ermordet wurde. Und müssen am Ende erfahren, daß es Verbrechen gibt, die nie verjähren, und Schuld, die niemand vergeben kann…

Autor
Rainer Gross wurde 1962 in Reutlingen, Baden-Württemberg, geboren. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Tübingen, danach folgte ein Studium an einem theologischen Seminar. Er ist verheiratet und lebt seit 2002 als freier Schriftsteller in Ahrensburg. Für seinen Roman ››Grafeneck« wurde er mit dem Friedrich-Glauser-Preis für das beste Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet."
(S.2)

Heinichen, Veit (2002): Doe Toten vom Karst. Wien: Paul Zsolnay Verlag

"Ein schrecklicher Ritualmord auf dem Karst: Für Kommissar Laurenti, der aus dem Süden kommt, ist es schwer, die ethnischen Zusammenhänge zu durchschauen, das explosive Gemisch aus Slowenen, Kroaten und Italienern, aus eifernden Nationalisten und alten Kommunisten..." (Rückeinband)

Mai, Manfred (1998): Das Geheimnis der schwarzen Höhle. Würzburg Arena Verlag

"Ferien bei den Großeltern sind langweilig, findet Florian. Aber dann entdecken Florian und seine Freunde im Wald bei der schwarzen Höhle eine merkwürdige Gestalt. Und als die Kinder sie fotografieren, ist sie auf dem Bild nicht zu sehen...
Florian erlebt die aufregendsten Ferien seines Lebens!"
(Rückeinband)

Mörike, Eduart : Das Stuttgarter Hutzelmännlein. Historie von der schönen Lau. 5.Auflage 1985. Stuttgart: Fleischhauer & Spohn Verlag

"Der Blautopf ist ein großer runder Kessel eines wundersamen Quells bei einer jähen Felsenwand gleich hinter dem Kloster. Gen Morgen sendet er ein Flüßchen aus, die Blau, welche der Donau zufällt. Dieser Teich ist einwärts wie ein tiefer Trichter, sein Wasser von Farbe ganz blau, sehr herrlich, mit Worten nicht wohl zu beschreiben; wenn man es aber schöpft, sieht es ganz hell in dem Gefäß.
Zuunterst auf dem Grund saß ehmals eine Wasserfrau mit langen fließenden Haaren. Ihr Leib war allenthalben wie eines schönen, natürlichen Weibs, dies eine ausgenommen, daß sie zwischen den Fingern und Zehen eine Schwimmhaut hatte, blühweiß und zärter als ein Blatt vom Mohn. Im Städtlein ist noch heutzutag ein alter Bau, vormals ein Frauenkloster, hernach zu einer großen Wirtschaft eingerichtet. und hieß darum der Nonnenhof. Dort hing vor sechzig Jahren noch ein Bildnis von dem Wasserweib, trotz Rauch und Alter noch wohl kenntlich in den Farben. Da hatte sie die Hände kreuzweis auf die Brust gelegt, ihr Angesicht sah weißlich, das Haupthaar schwarz, die Augen aber, welche sehr groß waren, blau. Beim Volk hieß sie die arge Lau im Topf, auch wohl die schöne Lau."
(S.25)


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